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BruConsult
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In allen Branchen hat sich vor allem die Verlässlichkeit als bedeutenster Faktor gezeigt, während das physische Umfeld nur einen geringen Stellenwert hatte. Dies im krassen Gegensatz zu den Unternehmen, die Maßnahmen sehr stark bei visuellen und physischen Faktoren setzen.
Die primär weichen
Faktoren sind je
nach Branche
unterschiedlich
gewichtet. So spielt
bei Versicherungen
oder beratenden
Berufen das
Einfühlungsvermögen
sicher eine größere
Rolle als z.B. bei
einem Reparatur-
oder Servicebetrieb,
wo die fachliche
Kompetenz eindeutig
im Vordergrund
steht. Umsetzungsmängel durch Systematik vermeidenOftmals sind bei der Umsetzung der relevanten Servicefaktoren in den Unternehmen noch erhebliche Mängel festzustellen. Auch ist vielen Unternehmen nicht wirklich klar, welche Faktoren letztlich wesentlich für die Kundenzufriedenheit sind und welche nicht.
Zur gezielten
Verbesserung der
Servicequalität hat
sich in der Praxis
ein einfacher und
systematischer
Ansatz für die
Lückenanalyse
bewährt:
Bei unzufriedenen Kunden und damit abbröckelnder Nachfrage ist als erstes zu analysieren, ob die Beurteilungsdifferenzen aus einer zu hohen Erwartung oder einer zu niedrigen Leistungsqualität resultieren.
Zunächst die
entscheidende Frage:
Kennt das
Unternehmen
überhaupt die
Kundenerwartungen
bzw. -wünsche
(Mangel 1). Es ist
evident,
dass ein
befriedigendes
Leistungsdesign erst
dann entstehen kann,
wenn man sich über
die
Erwartungshaltung
der Kunden im Klaren
ist. (Mangel 2).
Gleichzeitig hilft
auch eine exzellente
Leistung kaum
weiter, wenn ihrer
Realisierung im
Alltag nicht
durchgängig
sichergestellt ist.
(Mangel 3). Und
letztlich sind
Kunden besonders
sensibel was die
Diskrepanz von
kommunizierten
(versprochenen) zu
tatsächlich
erbrachten
Leistungen betrifft
(Mangel 4) Qualitätsimage muss aufgebaut werden!Exzellenz bedeutet, in den Köpfen der Kunden hängen zu bleiben, weil Sie mehr Service- und Leistungsqualität bieten als ihre Mitbewerber. Sie bleiben im Gedächtnis, wenn Sie ihren Kunden einen Nutzenvorsprung, einen emotionalen Vorteil anbieten können. Eine permanente Bestleistung wird dabei vom Kunden nicht von selbst honoriert, während Fehler und Negativmeldungen als Abweichung natürlich haften bleiben. Unglücklicherweise verstärken viele Unternehmen dieses Phänomen noch, indem Sie bei Negativfakten und Fehlleistungen durch wiederholte Entschuldigungen sich besonders nachhaltig im Gedächtnis der Kunden verankern. Einige Dienstleistungsunternehmen haben bereits erkannt, dass ein Qualitätsimage gezielt und subtil aufgebaut werden kann: zum Beispiel
- Fluggesellschaften
entschuldigen sich
nicht für
Verspätungen sondern
weisen auf die Servicequalität braucht Fundament in der UnternehmenskulturIn den meisten Fällen spielt sich die Leistungserbringung zwischen zwei Menschen ab. Das bedeutet, dass die Mitarbeiter des Service-Unternehmens mit ihrem Wissen, Verhalten und ihrer Einstellung maßgeblich bestimmten, wie die Servicequalität ausgeprägt ist. Doch in den wenigsten Dienstleistungsunternehmen werden die Mitarbeiter entsprechend nachhaltig ausgebildet und trainiert. Während hohe Beträge in Automation, Gebäude und Werbung investiert werden, hält man die Bildungskosten meistens begrenzt. Doch das allein reicht nicht aus. Das Unternehmen muss eine Servicekultur vermitteln, welches ist der Unternehmenskultur ihre Wurzeln hat. Es kann keine Servicequalität aufgebaut werden, wo das Selbstverständnis für Mitarbeiter und Management nicht vorhanden ist. Und daneben gilt: Wie Chefs ihre Mitarbeiter behandeln, so werden diese auch ihre Kunden behandeln.
Erst dann wird daran
gedacht, die
Serviceprozesse
konsequent am Kunden
auszurichten. Und
letztlich
funktioniert das ja
nur, wenn die
Kundenwünsche- und
-erwartungen bekannt
sind. Deshalb sind
Kundenbeobachtung,
Kundenbefragung und
selektiv
Marktforschungen von
besonderer Bedeutung
für Dienstleister. Produktivität durch QualitätTrotz höchstem Einsatz der Mitarbeiter werden in einigen Unternehmen die Geschäfts und Verkaufsziele nicht erreicht. Dieses Phänomen beruht sehr oft auf einem schlechten Wirkungsgrad der Prozesse: Die Relation von Leistungen mit Wertschöpfung zu unternehmensinternen Aktivitäten ist bei vielen Dienstleistern ungünstig. Bei Bankberatern wird in der Regel gerade 25-30 % der Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten eingesetzt, während ein großer Zeitanteil unproduktiv verpufft. Sehr oft stehen dann Maßnahmen zur Hebung der Produktivität im Vordergrund. Dann wird primär an Automatisierung, Einsatz neuer Techniken, gestraffte Abläufe oder gar Rationalisierungen über weniger Mitarbeiter oder eingeschränkte Leistungen gedacht. Dabei spielt der Faktor Kundenorientierung kaum eine Rolle - es geht nur um die Effizienz. Damit steigt bei Dienstleistern aber markant die Gefahr einer Vergrößerung der Kundendistanz. Ein umfassendes Qualitätsmanagement dient sowohl der Erhöhung der Leistungsqualität durch Vermeidung von Fehlleistungen (ca. 15% der Zeit) sowie überflüssigen Blindleistungen (ca. 25% der Zeit) und erreicht so eine Steigerung des Wirkungsgrades. Längst ist erwiesen, dass gerade im Dienstleistungssektor Qualität und Produktivität kein Gegensatz ist, sondern im Gegenteil eine starke Korrelation besteht. Mit Qualitätsmanagement, das mit dem zentralen Gedanken der Kundenorientierung verbunden ist, kann ein permanenter Produktivitätsanstieg erreicht werden. Qualität ist das, was der Kunde dafür hält. Vor der Restrukturierung der Prozesse oder Leistungsdesigns stellt sich deshalb immer die Frage, was der Abnehmer tatsächlich verlangt und honoriert. Zuverlässige Leistungen in kostengünstig hoher Stückzahl und marktgerechter Variantenbreite sind eine weit anspruchsvollerer Herausforderung als simple Rationalisierung über Köpfe oder Tätigkeiten. Dabei haben sich in der Praxis Best-Practice Lösungen aus dem Wettbewerbsumfeld oder aus anderen Branchen (z.B. bei Prozessen) bewährt. Ein konsequentes Benchmarking an real existierenden Vorbildern erleichtert zudem die Überzeugungsarbeit bei den Mitarbeitern und setzt Umsetzungsmotivationen frei.
Wann haben Sie das letzte Mal über die Leistungs- und Servicequalität in Ihrem Unternehmen nachgedacht? Wieweit wissen Sie wirklich, was Ihren Kunden wichtig ist und was sie von Ihnen erwarten? Und haben Sie diese Kundenerwartungen auch entsprechend nachhaltig umgesetzt? Gibt es dazu ein Ziel- und Controllingsystem? Welchen Stellenwert hat überhaupt die Kundenorientierung in Ihrem Unternehmen? Wie vermitteln Sie dies an Ihre Führungskräfte und Mitarbeiter? Wie stellen Sie sicher, dass Kundenorientierung in Einstellung und Verhalten auch gelebt wird? ...
Vielleicht hätten Sie ja gerne einen vollständigen Fragenkatalog zu diesem Thema und möglicherweise auch Unterstützung bei der Beantwortung? Melden Sie sich einfach per Mail oder telefonisch, wir helfen Ihnen gerne!
Götzens/R18/3-07 |
Erfolg! |
Stand: 15. March 2007 |