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Coachingsystem

"Die Perle kann ohne Reibung nicht glänzen, der Mensch nicht
ohne Anstrengung vervollkommnet werden"    Konfuzius
 

Gießkannenprinzip statt Systematik
10 Erfolgsfaktoren: Was erfolgreiche Systeme auszeichnet
Konzept: Keine Patentlösung sondern Maßschneiderung erforderlich


Warum ein Coachingsystem?

Leistung und Veränderungsdynamik  eines Unternehmens hängen sehr stark von den Führungskräften und MitarbeiterInnen ab. Insofern mach es ökonomisch Sinn, die Personalressourcen  durch systematisches Coachen in ihrer Leistungsperformance zu entwickeln.
Dazu hat sich die Implementierung eines Coachingsystems mit klaren Erwartungen, Einsatzbereichen und Spielregeln bewährt. Coaching ist schon längst kein Feuerwehreinsatz bei Krisen mehr, sondern ein gezielt eingesetztes und effektives Instrument zur Mitarbeiterentwicklung.

Ausgangslage: Gießkannenprinzip statt Systematik

Über Coaching wird viel geredet. Mit den Fragen, was denn nun Coaching tatsächlich ist  und wie Coaching im Unternehmen erfolgreich genutzt werden kann, beschäftigen sich in der Praxis die allerwenigsten Unternehmen.

In vielen Firmen wird Coaching sporadisch ohne System eingesetzt. Je nach Unternehmenskultur überwiegt dabei die „Feuerwehrfunktion“ in persönlichen Krisenfällen - Coaching als Maßnahme für Grenzfälle. Ein Grund für dieses Verhalten liegt im meist fehlenden  Wissen, wie und wozu Coachingmaßnahmen im Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden können.

Andererseits ist heute unbestritten, dass Coaching  richtig und konsequent eingesetzt  ein wesentlicher Faktor für die Entwicklung von Qualität und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter sein kann. Natürlich im Konzert mit allen anderen Maßnahmen.

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10 Erfolgsfaktoren: Was erfolgreiche Systeme auszeichnet

Was ist nun bei der Einführung eines Coachingsystems zu beachten?

In einem internationalen Forschungsprojekt wurden die  Erfolgsfaktoren von Coaching-Programmen untersucht .Nunmehr liegen die Ergebnisse  vor und lassen sich in 10 wesentliche Punkte zusammenfassen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1)  Unternehmensspezifisches Coachingverständnis

Es gibt heute eine Vielzahl von Coachingbegriffen - fast jeder versteht was anderes darunter. Deshalb ist es wichtig, sich als erstes klarzumachen, was unter Coaching verstanden wird. Dies wird wesentlich von der Unternehmenskultur, den diesbezüglichen Erfahrungen und strategischen Zielsetzungen abhängen. Ohne diese unternehmensspezifische Klarstellung ist  kein adäquates Coachingprogramm gestaltbar

2) Systematischer Ansatz

Die Entwicklung eines Coachingkonzeptes umfasst die Fragen des Zieles, der Verantwortlichkeiten, der Integration in PE-Maßnahmen,  der Verhaltensregeln und letztlich der Art und Weise der Implementierung.

3) Wahl des optimalen Coachinggrades

Es gibt viele Coachingspielarten die je nach Unternehmen zu definieren sind: Einzel- oder Teamcoaching, nur für Führungskräfte oder für alle Mitarbeiter; Arbeit mit externen Coachs oder interne Ressourcen. Wird die Führungskraft als Coach gesehen oder  definiert das Untenehmen seine  Führungskultur mit einem coachingorientierten Führungsstil. Und schließlich kann eine Empowerment-Kultur gestaltet werden.

Unternehmen sind hier gefordert, das Ihren Rahmenbedingungen und Zielsetzungen entsprechende Ausmaß des Coachings festzulegen.

4) Einbindung TOP-Management

Wo die Unterstützung vom TOP Management nicht gegeben ist, haben Coaching-Initiativen langfristig keinen Erfolg. Glaubwürdige Coachingprogramme werden Top-down eingeführt,  womit auch der Vorbildcharakter als Wertindikator für das Caochingsystem  gegeben ist.

5) Positives Image von  Coaching im Unternehmen

Für den Erfolg ist eine positive Besetzung von Coaching wesentlich. In Unternehmen, wo Coaching bisher nur für schwache/problematische Mitarbeiter eingesetzt wird, ist die Entwicklung einer Akzeptanz schwierig.

6) Win-Win Situation für alle Beteiligten

Maßnahmensysteme sollen so errichtet werden, dass sowohl das Unternehmen als auch der Einzelne davon profitieren. Im Idealfall sind beide Seiten bei  Konzeption und Implementierung  eingebunden.

7) Optimale Passung an Unternehmensstrategie

Coachingmaßnahmen sollten stets an den strategischen Erfordernissen ausgerichtet werden. Als System ist eine Integration in das Bündel der strategischen Maßnahmen unbedingt erforderlich.

8) Volle Transparenz des Konzeptes

Für Akzeptanz und erfolgreiche Implementierung ist eine volle Transparenz des Systems und insbesondere der Spielregeln ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

9) Effektive und vorsichtige Evaluierung

Trotz Schwierigkeiten in der Praxis ist eine regelmäßige Evaluierung des Nutzens ein wesentlicher Treiber für eine kontinuierliche Verbesserung und Anpassung des Coachingsystems. Dabei ist vor allem auf die Erhaltung der notwendigen Vertraulichkeit von Coachingergebnissen in Einzelfällen zu achten.

10) Qualität und Integrität auf allen Ebenen

Die Qualität ist im Coaching eine wichtige Voraussetzung für wirksame Ergebnisse. Sie muss in zwei Richtungen wirken: Einerseits geht es um die professionelle Qualifikation der Träger  und andererseits um ein professionelles Coachingsystem.

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Implementierung: Keine Patentlösung sondern Maßschneiderung

Die Erfolgsfaktoren sind brauchbare Leitlinien für eine effektive Implementierung. Sie zeigen auch deutlich, dass es keine Patentlösung, sondern viele sinnvolle Lösungswege gibt.  Jedes Unternehmen muss nach seinen Bedürfnissen und Möglichkeiten ein adäquates Coachingsystem realisieren.

Beispiel für ein mögliches Vorgehen:  

1. Bestandsaufnahme

- Wofür und in welcher Form setzen wir Coaching ein
- Welchen Stellenwert und welches Image hat Coaching im Unternehmen
- Welche Einstellung hat das Management
- Wieweit ist die Unternehmenskultur kompatibel mit Coaching
- Wie passt Coaching in die Unternehmensstrategie  

2. Coachingkonzept erarbeite

- Unternehmensspezifisches Coachingverständnis formulieren
- Ziele, Nutzen, Grundsätze, Regeln, Integration in PE-Maßnahmen  
- Coachingsystem: Wer, was, wie, wann, wo wird gecoacht?
- Planung Implementierungsphasen und Qualitätssicherung

3. Implementierung

- Kommunikationskonzept
- Aufbau der Coachingressourcen
- flankierende Maßnahmen

 

Götzens 1/06  März/2006

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Erfolg!

       Stand: 29. January 2007